Liebe Fußballhasser,
wie hasst es sich denn so? Ich hasse gerade sehr gut. Den Fußball, zusammen mit dem FC St.Pauli, immer arbeiten und diese ständigen nüchternen Phasen solange es noch hell ist. Fürchterlich!
Ich hasse es auch außerordentlich jetzt über Fußball schreiben zu müssen. Gut, der Hass fing nicht sofort nach dem Aachen Spiel an, da kam ja noch das Spiel in Duisburg. Das war, so weit mein Hass das zulässt, in meiner Erinnerung eine Demonstration. Dann wuchs der Hass allmählich. KSC noch so eben überstanden. Gegen Frankfurt brodelte es dann schon heftiger, um den gesammelten Hass ein Spiel später geballt rauszulassen. Wer sich vor lauter Hass nicht mehr erinnern kann: Es war das sogenannte „Topspiel“ auf dem Betzenberg. Mein gefühlter und prognostizierter Genickbruch! Da nahm die dunkle Seite endgültig Besitz von mir und ich konnte in der 2. Hälfte noch nicht einmal mehr in einem Raum mit der Glotze sein und verzog mich mit Bier bewaffnet in die Küche. Die Macht, die mich und den FC umgab, ist vernichtet worden! Der dunkle Lord ist unaufhaltsam unterwegs und bringt erdrückende Fußballfrustration über das ganze Land!
Wo sind die Ritter des Lichts, wenn man sie braucht?! Wer hat den Ring und warum ist Yoda nicht längst am Millerntor?! Erklärungen gibt es dafür sicherlich viele, aber Befriedigung bringt keine davon. Es ist nicht zu erklären. Es ist kalter, nasser, weißer und immer wiederkehrender Hass! Jetzt kann nur noch der Meister helfen. Der wird aber wieder mal Bayern München heißen und auf deren Hilfe kann ich verzichten. Es sei denn sie wollen Ribery ausleihen, aber dafür reicht der Hass wohl noch nicht ganz!
Man sollte hin und wieder mal ordentlich hassen. Manche Menschen haben da leider Angst vor. Solche Menschen hasse ich! Klingt jetzt ganz schön nach …But Alive-Gesülze, aber Sülze hasse ich auch. Und sogenannte Tsunami-Menschen stehen auf meiner Hassliste ganz weit Oben. Sie laufen über Fahrradwege, stoßen Mitmenschen mit Littfasssäulen vor den Kopf oder reizen einen bis aufs Blut. Lass das, ich hass das!
Zum Schluss bleibt dann nur noch die Frage: Wohin mit all dem Hass? Menschen, die den Hass an andere weitergeben, die gar nix dafür können, hasse ich schließlich auch. Dann bleibt ja nur noch der Fußball. Also auf ins Hassstadion zum Hassspiel! Gegen den Hass, für mehr Bier…

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