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Ashes Of Pompeii - Accidental Goals


23.12.09
Ashes Of Pompeii - Accidental Goals
 Bewertung
2009 bedeutet für Ashes Of Pompeii Umbruch und Aufbruch. Nach drei Jahren Ideen sammeln, Ideen zusammensetzen und Ideen verwerfen, haben die Marburger mit ihrem zweiten Studioalbum einen wichtigen Schritt gemacht. Einen Schritt in die Selbstständigkeit, in die eigene Identität. Waren auf dem Vorgänger The End Begins Tomorrow hier und da noch musikalische Vorbilder herauszuhören, steht Accidental Goals für sich alleine. Scheinbar losgelöst von Konvention und Struktur schlagen die Songs häufig nicht zu erwartende Richtungen ein. Gutes Beispiel: Haunted By City Lights stürmt druckvoll nach vorne, steigert sich in Gitarren-Crescendi, holt dann einmal tief Luft, um fortan in einer Blase aus Watte durch den Zeittunnel zu mäandern. Zwischen Post- und Indierock, Emo- und Postcore breiten Ashes Of Pompeii ihren Sound aus, füllen ihn mit Atmosphäre und elektronischen Spielereien. Das wirkt manchmal seltsam entrückt und wenig greifbar, was Fans der frühen Tage durchaus verstimmen könnte. Geschrei war gestern, auf die Schnelle geht sowieso nichts mehr, und Details wollen erarbeitet werden. Ashes Of Pompeii fordern sich und ihre Zuhörer. Dass diese Rechnung aufgeht, zeigt ein Instrumental wie The Human Fly, bei dem auch ohne Worte Bilder entstehen, das zauberhafte Forget.Forget, das nostalgische Sehnsucht heraufbeschwört oder Mixtape, das mit toller Dramaturgie und zweistimmigem Gesang (der gerne öfter eingesetzt werden könnte!) einen späten Höhepunkt setzt. 2009 war ein Jahr des Umbruchs und des Aufbruchs – und für Ashes Of Pompeii eine wichtige Station auf einem hoffentlich noch langen Weg.
(eisi)


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